Gründungsidee
Neue Chancen für Hochschullehrer im Ruhestand
(Liebe Hochschullehrerinnen, bitte verzeihen Sie uns, wenn wir der Kürze wegen, auch Sie stets als Hochschullehrer bezeichnen.)
Die Ausgangssituation nach der Pensionierung lädt zu einem Neustart ein
Aufgrund des bundesdeutschen Beamtenrechts, verlieren die meisten Hochschullehrer mit ihrer Pensionierung ihre bisherigen Möglichkeiten zu Forschung und Lehre, obwohl viele von ihnen gerade auf der Höhe ihrer wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit angekommen sind. Um das große universitäre Leistungspotential dieser Hochschullehrer weiterhin in Lehre und Forschung nutzen zu können, soll eine neue Universität gegründet werden, die aus vielerlei Gründen den Namen Sokrates Universität erhalten wird. Es bietet sich an, diesen universitären Neustart mit einer Änderung des Personenkreises zu verbinden, an den sich das Lehrangebot richtet, und zwar sind dies die Berufstätigen, die ihren akademischen Ausbildungsstand anheben wollen. Damit läßt sich, etwa über Examensarbeiten, auch die Forschung auf zu lösende Probleme in der Berufswelt ausrichten, so daß auf die pensionierten Hochschullehrer neue Forschungsfelder zukommen.
Eine Universitätsneugründung hat gänzlich neue Startchancen
Die historisch gewachsenen Universitäten leiden vielfach an organisatorischen Traditionen, die für Forschung und Lehre hinderlich sind und die den Universitäten den Blick für das Ganze der Wissenschaft verstellen, weil dieses Ganze aufgrund der gewandelten historischen Situation gegenüber den Entstehungszeiten der Universitäten sehr viel allgemeiner und das heißt sehr viel umfassender geworden ist. Das Ganze der Wissenschaft ist heute durch die Erkenntnisfragen zu bestimmen, die zu beantworten erforderlich sind, um die Existenz der Menschheit und der Natur möglichst langfristig zu sichern. Dieser kaum überschaubare wissenschaftliche Aufgabenbereich wirft Fragestellungen auf, um die sich an den traditionellen Universitäten aus historischen Gründen kaum jemand gekümmert hat.
So gibt es heute an den Universitäten keine wissenschaftliche Institution, von der die Problematik der zunehmenden Sinnkrise in der Bevölkerung bearbeitet wird oder die überhaupt das Problem der Erhaltung der inneren Existenz der Menschen erforscht. Auch gibt es an den Universitäten keine Fakultät, in der Institute ausschließlich über die möglichst naturfreundlichen Energiebereitstellungsmöglichkeiten für die Menschheit nachgedacht wird. Außerdem fühlt sich keine universitäre Institution dafür veranwortlich, die interdisziplinären Fähigkeiten der Wissenschaftler auszubilden und zu fördern, damit sie überhaupt in die Lage versetzt werden, interdisziplinäre Forschungsaufgaben bewältigen zu können. Schließlich leiden die menschlichen Gemeinschaften in zunehmendem Maße an Problemen, deren Lösung nur durch interdisziplinäre Anstrengungen erwartet werden kann.
Der Verantwortungsbereich der Wissenschaftler für das menschliche Gemeinwesen ist somit sehr viel größer geworden. Um der damit verbundenen Verantwortung gerecht werden zu können, sind universitäre Strukturen und Organisationsformen zu schaffen, die durch den Neuanfang der zu gründenden Sokrates Universität konzipiert und schrittweise verwirklicht werden können. Sie hat damit die Chance, die Universität der Zukunft aufzubauen, an der sich die gesamte universitäre Landschaft in ihren Umorganisationen orientieren kann.